Work & Travel - www.workaway.info - Erfahrungen

2015 wollte ich unbedingt noch andere Facetten des Reisens als „nur“ Sightseeing, Essen und Kultur erleben. Ich hatte das Buch „Journey Man“ von Fabian Sixtus Körner geschenkt bekommen und auch wenn mir sein Schreibstil nicht 100% gefallen hatte, fand ich doch die Idee, in anderen Ländern zu arbeiten, sehr faszinierend. Es ließ mich einfach nicht mehr los, dass ich auch mit fast 30 und fester Arbeit noch andere Jobs ausprobieren könnte, dort arbeiten, wo andere Urlaub machen – und somit tiefer in die Länder eintauchen, als es normale Touristen können.

Eine kurze Recherche brachte damals eigentlich nur zwei Seiten hervor, die man als freie Work & Travel-Plattformen bezeichnen kann: www.workaway.info und www.staydu.com. Alle anderen Seiten, die ich zum Thema fand, waren kommerzielle Anbieter, die eine Vermittlung von Arbeitsstellen und Visa – hauptsächlich für Australien – anboten. Dabei ging es meistens um Arbeit gegen Geld, ich wollte ja aber nur Erfahrungen machen und, wenn möglich, kostenlos wohnen. Mir ging es nicht darum, meine Reisen zu finanzieren. Das ist über workaway.info auch gar nicht möglich. Alle Angebote sind Teilzeit-Hilfsjobs gegen Kost und Logis. Somit umgeht man auch irgendwelche Visums-Probleme, da man ja in den meisten Ländern kein Recht hat, gegen Geld zu arbeiten.

Da ich also nicht nach Australien wollte, die meisten anderen Angebote nur bis zum Alter von 26 Jahren gingen und ich eigentlich in meiner Auswahl nicht über eine Agentur gehen wollte, registrierte ich mich bei den beiden oben genannten Seiten. Staydu war komplett kostenlos, bei Workaway wurde eine Gebühr von ca. 24 € für zwei Jahre erhoben, was ich fair fand (inzwischen kostet es 29 USD pro Jahr). Vor allem im Nachhinein, denn bei Staydu hat sich bei mir bis heute keine einzige Person zurückgemeldet. Workaway hingegen hatte von Anfang an eine sehr aktive Community. Vielleicht hilft eben die geringe Registrierungsgebühr, dass sich nur Leute mit ernsthaftem Interesse anmelden. 

Bei der Registrierung konnte ich die Länder angeben, durch die ich reisen würde, und daraufhin bekam ich immer mal wieder nette Mails von Anbietern, die mich gerne bei sich arbeiten lassen würden. Auch auf die Anzeigen, die ich anschrieb, bekam ich zu 90% eine rasche Antwort.Von daher kann ich www.workaway.info allen empfehlen, die unkompliziert auf allen Kontinenten kleine Hlfsjobs finden möchten. Wer seine Reisen finanzieren möchte, ist hier falsch, aber für Kost & Logis interessante Tätigkeiten auszuüben, lohnt sich allemal! Im Endeffekt war ich ein paar Wochen auf einem Bio-Weingut in Südfrankreich, Hundesitter auf einer Insel und in verschiedenen Hostels in Taiwan. Die Berichte zu diesen Jobs folgen bald!!

Hier mal ein Video, wie sich workaway.info selbst darstellt:

Ganz so euphorisch empfand ich das Arbeiten jetzt nicht, aber die Reisen insgesamt sind es schon! Der Kontakt zu Einheimischen, die man ja sonst im Hostel auch nicht zu Hauf trifft, ist sogar schon zum Beispiel in Frankreich eine Möglichkeit, so echt in die Kultur des Landes einzutauchen, wie man es sonst kaum schafft. Außerdem bekommt man Einblicke in das Arbeitsleben in den verschiedenen Ländern, lernt neue Problemlösungsansätze und erlebt wunderbare, witzige Momente, weil eben das Herangehen an Arbeit von Land zu Land so unterschiedlich ist.

CONVERSATION

1 Kommentare:

  1. Ich stimme Ihnen zu, dass solche Programme Ihnen erlauben, die Welt besser kennen zu lernen. Als ich Student war, war ich Teilnehmer von "Work and Travel". Zum Glück kann ich jede Kreuzfahrt https://poseidonexpeditions.com/de/ und jede halbe Jahr fahren.

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